{"id":397,"date":"2021-11-23T21:03:35","date_gmt":"2021-11-23T21:03:35","guid":{"rendered":"http:\/\/regenherz.de\/?p=397"},"modified":"2022-11-02T22:03:33","modified_gmt":"2022-11-02T22:03:33","slug":"im-dschungel-deutscher-krankenhaeuser-ein-erfahrungsbericht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/regenherz.de\/?p=397","title":{"rendered":"Im Dschungel deutscher Krankenh\u00e4user: Ein Erfahrungsbericht"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Ja, es wird viel geredet, es gibt Frageb\u00f6gen, die pflichtgem\u00e4\u00df abgearbeitet werden m\u00fcssen und Schulungen \u00fcber Kommunikation.<\/p>\n\n\n\n<p>Da sind wir inzwischen ganz sch\u00f6n weit. Trotzdem kommt es immer wieder zu Misstrauen, Verzweiflung und schweren Missverst\u00e4ndnissen.<\/p>\n\n\n\n<p><a><\/a>Daran sind mit Sicherheit beide Seiten schuld.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Patient, der sich nicht ausf\u00fchrlich genug \u00fcber seine Befindlichkeiten \u00e4u\u00dfert. Manchmal denkt er, dass das sowieso in den Akten stehen w\u00fcrde, manchmal geniert er sich, manchmal hat er nicht genug oder die falschen Informationen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Arzt, der sich nicht genau vorstellen kann, wo die Wissensl\u00fccken des Patienten oder der Angeh\u00f6rigen sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Pflegepersonal, das Auftr\u00e4ge ausf\u00fchrt und meint, dass der Patient schon alles erkl\u00e4rt bekommen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn der Patient nicht sprechen kann (ein Zustand, den ich mehrmals erleben musste), h\u00f6rt die Kommunikation irgendwann auf. Die eine Seite denkt, dass alles klar w\u00e4re, die andere bastelt insgeheim an Versicherungstheorien.<\/p>\n\n\n\n<p>Nur mal ein Beispiel: Da kommt jemand nach einer missgl\u00fcckte OP mit seiner neuen Kan\u00fcle nicht klar. Er bekommt ein Sprechventil aufgesetzt, aber es kommt nur ein unartikuliertes Kr\u00e4chzen heraus, gleichzeitig wird die Luft sehr knapp.<\/p>\n\n\n\n<p>Was kann da los sein?<\/p>\n\n\n\n<p>Ist das die falsche Kan\u00fcle?<\/p>\n\n\n\n<p>Ist da irgendwas anderes kaputt?<\/p>\n\n\n\n<p>Hat es mit der Schwellung zu tun?<\/p>\n\n\n\n<p>Soll er einfach abwarten, bis es von selbst wieder besser wird?<\/p>\n\n\n\n<p>Welche Rolle spielt ein Bagatellinfekt, mit dem er sich gerade herumschl\u00e4gt?<\/p>\n\n\n\n<p>Doch, der Patient wurde \u00fcber vieles sorgf\u00e4ltig informiert &#8230; ihm fehlt nur ein winziger Schnipsel Wissen: Dass es wichtig ist, den geschwollenen Teil seines Kehlkopfs zu bel\u00fcften, damit er abschwellen kann. Dass er sprechen muss, auch wenn es noch so scheu\u00dflich klingt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Patient ist so entsetzt \u00fcber das Ergebnis seiner ersten Sprechversuche, dass er beschlie\u00dft erstmal abzuwarten &#8230; und an seinem Elend zu knabbern.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist gar nicht gut f\u00fcr ihn, frustrierend f\u00fcr den Arzt und wenig befriedigend f\u00fcr die Pflegekr\u00e4fte. Alles k\u00f6nnte jetzt so richtig in die Hose gehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Einer muss als erster die richtigen Worte finden. Sonst droht Unheil.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem speziellen Fall ist es der Arzt, der den gordischen Knoten zerhaut und die Informationsl\u00fccke schlie\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p>Gut gemacht, Doc! Ich entschuldige mich f\u00fcr den M\u00fcll in meinem Kopf.<\/p>\n\n\n\n<p>Also probieren wir den ganzen Schiet nochmal und kr\u00e4chzen jeden Tag eine Runde.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sind halt alle nur Menschen und m\u00fcssen jederzeit flei\u00dfig an dem Draht zueinander arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Fazit: &#8222;Nicht so schnell aufgeben und hartn\u00e4ckiger fragen&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Klops Nummer 1: Die Klingel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Patienten sind hilflos, mehr oder weniger, sonst w\u00e4ren sie zu Hause, statt buchst\u00e4blich angebunden in einem fremden Bett herumzuliegen. Manchmal k\u00f6nnen sie nicht einmal sprechen, um ihre W\u00fcnsch zu \u00e4u\u00dfern. Sie brauchen eine zivilisierte M\u00f6glichkeit, um nach Hilfe zu rufen. Sie m\u00fcssen sich darauf verlassen k\u00f6nnen, dass jemand kommt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ja, liebe Pflegekr\u00e4fte, ich wei\u00df, dass mit dem Ding gern herumgenervt wird und dass es demente Omis gibt, die ganz schnell vergessen, dass ihr eben erst alle ihre W\u00fcnsch erf\u00fcllt habt. Dass manche nur klingeln, weil sie sich gerade langweilen oder schei\u00dfe f\u00fchlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber das ist keine Entschuldigung f\u00fcr Missst\u00e4nde, die mir begegnet sind. Ich z\u00e4hle sie mal auf, ohne sie bestimmten Einrichtungen zuzuordnen. Wer da Mist baut wird sich selbst erkennen:<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist gar keine Klingel vorhanden<\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>Die Klingel befindet sich au\u00dfer Reichweite des Patienten<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul>\n<li>Die Klingel ist kaputt<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul>\n<li>Die Klingel wird ignoriert<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Das klingt alles banal, wenn es um die Omi geht, die 5x hintereinander die Lautst\u00e4rke an ihrem Fernseher ver\u00e4ndert haben will, aber es gibt auch echte Notf\u00e4lle.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier nur zwei Beispiele, bei denen in dabei war:<\/p>\n\n\n\n<p>1. Meine betagte Zimmernachbarin musste dringend auf den Schieber. Ihre Klingel war kaputt und meine au\u00dfer Reichweite. Wir haben geklopft und gerufen, aber das hat trotz offener T\u00fcren und h\u00f6rbarem Gel\u00e4chter der Schwestern in der N\u00e4he keine Reaktion erzielt. Am Ende lag die alte Dame in ihrem Kot und durfte sich noch ausmeckern lassen, weil das Bett frisch bezogen werden musste.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Wir ihr wisst, lebe ich mit einer Trachealkan\u00fcle und so ein Ding kann leider pl\u00f6tzlich verstopfen. Ich bin aufgewacht und bekam kaum noch Luft. Die Klingel war au\u00dfer Reichweite und meine Zimmernachbarin hat nicht kapiert, dass ich in Gefahr war und hat sich lauthals dar\u00fcber beschwert, dass ich sie beim Fernsehen st\u00f6re. Ich musste um jeden Atemzug k\u00e4mpfen, erlebte, wie das Licht langsam ausging. Irgendwann kam doch eine Schwester und hat mich von dem z\u00e4hen Schmadder befreit. Die gute Seele hat \u00fcbrigens von da an pers\u00f6nlich auf mich aufgepasst. Danke, Schwester Marlene, wo immer du jetzt sein magst, denn die Katastrophenklinik in der dieser Horror passiert ist, wurde inzwischen geschlossen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine andere, auf den ersten Blick eher harmlose Gewohnheit kann \u00fcbrigens dieselben verheerenden Folgen haben wie ein technischer Totalausfall: Da wird n\u00e4mlich gern, nachdem der letzte Schluck Kaffee ausgetrunken wurde die Klingelei der Patienten der Reihe nach in aller Ruhe abgearbeitet. Bis die letzte Omi ihre Sonderw\u00fcnsche erf\u00fcllt bekommen hat, kann die eine Patientin mit den verstopften Atemwegen l\u00e4ngst krepiert sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Es w\u00e4re doch eine feine Sache, wenn besonders gef\u00e4hrdete Personen schon bei der Einweisung eine besondere Alarmanlage (am besten an einem Armband) erhalten w\u00fcrden &#8230; oder man wenigstens ab und zu einen Gedanken daran verschwenden w\u00fcrde, wer es eventuell besonders n\u00f6tig haben k\u00f6nnte, dass Fachpersonal nach ihm schaut.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders viel Geld und Personal w\u00fcrde das nicht kosten. Nur ein bisschen Grips und Empathie.<\/p>\n\n\n\n<p>Ganz generell sollte die Klingel viel wichtiger genommen werden. Ich jedenfalls ziehe das Fazit: &#8222;Wer die Klingel nicht ehrt, ist des Vertrauens nicht wert&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Da helfen dann auch keine Super-Innenarchitekten und kein fesches Personal. Sorry!<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Klops Nummer 2: die Akten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja, da wird \u00fcberall jeden Tag viel aufgeschrieben, So viel, dass es am Ende wahrscheinlich nur noch von B\u00fcrokraten gelesen und verstanden wird.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4rzte in Krankenh\u00e4usern ziehen oft sofort ihren gewohnten Stiebel durch, ohne sich mit dem Papierwust ihrer Vorg\u00e4nger lange aufzuhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer dicke Beine hat, muss entw\u00e4ssert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer zu viel wiegt wird auf Di\u00e4t gesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer zu hohen Blutdruck hat, wird mit Pillen vollgestopft.<\/p>\n\n\n\n<p>Seltsamerweise wird im Vorbereitungsgespr\u00e4ch stets nach Allergien gefragt, nicht aber nach Medikamentenunvertr\u00e4glichkeiten, Fremdorganen, fehlenden Organen oder solchen, die schon sehr schwach sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Das alles steht zwar irgendwo in den Akten, aber niemand findet diese Informationen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich sollte mir wohl auf den Bauch t\u00e4towieren lassen: &#8222;Keine Milz vorhanden, Vorsicht Nieren bei 20%, krasse Unvertr\u00e4glichkeit gegen\u00fcber dem Entw\u00e4sserungsmittel XY.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese wichtigen Informationen werden selbst von \u00c4rzten, die dabei waren, als ich wegen der geplatzten Milz in die Notaufnahme musste, ein paar Monate sp\u00e4ter nicht immer ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Da mag Stress dahinter stecken.<\/p>\n\n\n\n<p>Mangelnde N\u00e4he, schlie\u00dflich ist der Patient kein Verwandter &#8230; und nat\u00fcrlich gew\u00f6hnliche Schlamperei oder ein Fehler im Datensystem.<\/p>\n\n\n\n<p>Ja. Bei mir ist gerade eine OP schiefgegangen. Alle sind deswegen traurig und aufgeregt, wollen ihr Bestes geben, um den v\u00f6llig unverst\u00e4ndlichen Schaden wieder gerade zu biegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich gr\u00fcble: Haben die bei Vorbereitung und Durchf\u00fchrung der OP meine erh\u00f6hte Gef\u00e4hrdung durch bakterielle Infektionen ber\u00fccksichtigt oder den Fall einfach nach Schema F durchgezogen?<\/p>\n\n\n\n<p>Gefragt wurde ich nicht danach.<\/p>\n\n\n\n<p>Eigentlich br\u00e4uchte jeder Mensch eine Chipkarte, auf der solche Infos gespeichert werden &#8211; oder eben die altmodische T\u00e4towierung.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt Fehler, die so schlimme Folgen haben, dass man sie nicht einmal sich selbst verzeihen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb wird vermutlich alles, was vorhanden ist, unter den ber\u00fchmten Teppich gekehrt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich muss erstmal sehen, ob sich einige besonders schlimme Folgen des Desasters wieder r\u00fcckg\u00e4ngig machen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ob noch ein bisschen gutes Leben fuer mich drin ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Ob jemamd was verbockt hat, interessiert mich weniger.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ja, wird derjenige auch nicht gluecklich werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn nicht, und alles nur ein dummer Zufall war, um so besser.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Hoffnung stirbt zuletzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich schaetze, Klops 2 ist so weit verbreitet, dass man auf Bundesebene damit aufraeumen muss.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Fazit: &#8222;Weniger Datenmuell und dafuer die wichtigsten Infos auf die Gesundheitskarte.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>In dem Fall scheisse ich auf den Datenschutz. Ueberleben ist wichtiger.<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings muss man aufpassen, dass eifrige B\u00fcrokraten aus der Gesundheitskarte keinen neuen Datendschungel machen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Klops Nummer3. Die Flie\u00dfbandmedinzin<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich vermisse meine gute alte Haus\u00e4rztin. Da ging es gem\u00fctlich und famili\u00e4r zu. Sie ging sogar selbst ran, wenn man ihre Nummer w\u00e4hlte. F\u00fcr Routinekram gab es ein Servicetelefon, s\u00e4mtliche Messungen  erledigte eine gem\u00fctliche Schwester routiniert und freundlich. Ich kannte sie alle gut und mochte sie sehr.<\/p>\n\n\n\n<p>In Berliner Gro\u00dfpraxen geht es anders zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Da gibt es f\u00fcr jeden winzigen Arbeitsschritt eine extra Kammer mit einem Menschen darin, der den ganzen Tag lang das gleiche macht.<\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>Einer misst den ganzen Tag lang Blutdruck<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul>\n<li>Einer misst nur Blutzucker<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul>\n<li>Einer bedient die Waage.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>So arbeitet man sich als anonymer Fleischklumpen bis zum letzten Vorhof zur H\u00f6lle vor. Zum Wartezimmer des Arztes. Man f\u00fchlt sich wie ein Gegenstand, der hin und her geschmissen wird. Der Arzt ist der letzte Roboter, der nach irgendeinem Algorithmus die Entscheidungen trifft. Schriftlich kriegt man die dann am Empfang in die Hand gedr\u00fcckt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ganze ist so unpersoenlich dass es schon dystopische Zuege animmt.<\/p>\n\n\n\n<p>Oh ja die heilige Effizienz des Kapitalismus! Da ist kein Raum f\u00fcr einen Scherz, ein pers\u00f6nliches Wort oder gar \u00c4ngste.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Fleischklumpen ist froh wenn er wieder draussen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich kann mir allerdings auch nicht vorstellen, dass es Spass macht, der Blutdruck- oder BZ-Roboter zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht hat ja der Doc seinen Spa\u00df &#8230; aber vielleicht w\u00fcrde der auch lieber richtige Menschen statt Fleischklumpen behandeln. Kann aber auch sein, dass er im vorigen Leben Klempner war und ihm seine Werkst\u00fccke sch***egal. So geht es am schnellsten. Time is money.<\/p>\n\n\n\n<p>Stimmt schon. Das ist effizient und sichert eine gewisse mittlere Qualitaet.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich finde aber, dass diese mechanische Anonymit\u00e4t auch eine Fehlerquelle sein kann. Ein ungew\u00f6hnlicher Messwert w\u00fcrde in meiner alten Hausarztpraxis sofort auffallen. Was sage ich &#8230; meine Frau Doktor w\u00fcrde es mir an der Nasenspitzen ansehen, wenn irgendwas nicht stimmt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ansatzweise gibt es die Fliessbandmedizin auch in den Vivantes-Krankenhaeusern.<\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>Leute, die nur Essen verteilen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul>\n<li>Leute die irgendwas messen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul>\n<li>Leute, die den ganzen Tag Spritzen geben.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Jede Truppe hat ihre eigenen Zeitpl\u00e4ne und ist f\u00fcr sich allen effizient.<\/p>\n\n\n\n<p>Fuer einen Diabetiker kann das z.B. bedeuten, dass zwischen dem Anschluss der Nahrung und der Verabreichung des Insulins keine oder nur eine unzureichende Korrelation besteht.<\/p>\n\n\n\n<p>Das bedeutet, dass sch\u00e4dliche Spitzenwerte auftreten k\u00f6nnen und typische Diabetesfolgesch\u00e4den bef\u00f6rdert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Zumindest tut so eine Flie\u00dfbandbearbeitung nicht gut.<\/p>\n\n\n\n<p>Spritzenbrigade!<\/p>\n\n\n\n<p>Bringt sie wirklich so viel, dass man die Nachteile dieser Arbeitsweise ignorieren kann?<\/p>\n\n\n\n<p>In unserer Pflege-WG wissen die Pflegekr\u00e4fte, f\u00fcr wen sie zust\u00e4ndig sind. Die Arbeit wird nach Menschen aufgeteilt und das funktioniert in mehrere Hinsicht gut.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Klienten fuehlen sich wohler.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Abl\u00e4ufe sind harmonischer.<\/p>\n\n\n\n<p>Es passieren kaum Fehler.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Fazit: &#8222;Flie\u00dfband-Medizin ist unmenschlich &#8211; auf die eine oder andere Weise.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ja, es wird viel geredet, es gibt Frageb\u00f6gen, die pflichtgem\u00e4\u00df abgearbeitet werden m\u00fcssen und Schulungen \u00fcber Kommunikation. Da sind wir inzwischen ganz sch\u00f6n weit. Trotzdem kommt es immer wieder zu Misstrauen, Verzweiflung und schweren Missverst\u00e4ndnissen. Daran sind mit Sicherheit beide Seiten schuld. Der Patient, der sich nicht ausf\u00fchrlich genug \u00fcber seine Befindlichkeiten \u00e4u\u00dfert. Manchmal denkt <a class=\"read-more\" href=\"http:\/\/regenherz.de\/?p=397\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[7],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/regenherz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/397"}],"collection":[{"href":"http:\/\/regenherz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/regenherz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/regenherz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/regenherz.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=397"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/regenherz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/397\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":398,"href":"http:\/\/regenherz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/397\/revisions\/398"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/regenherz.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=397"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/regenherz.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=397"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/regenherz.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=397"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}