Leseproben …

Hallo, Freunde! Ich habe wieder ein paar Leseproben für Euch herausgesucht. Ich hoffe, sie machen Appetit auf das Ganze. 🙂

 

Band I: Morgen vor der Haustür“


Kapitel IV: Amandas Traumzauberland

Erste weise Sprüche von ihm machen die Runde. So etwas wie: „Ich würde nie ein Schwei
verspeisen, mit dem ich befreundet bin“ oder „meine Zähne gehorchen leider einer anderen Ethik als mein Kopf.“ Oder ganz neu: „Ihr Menschen habt großes Glück. Ihr könnt euch auch von Kohlköpfen ohne Gehirn ernähren.“

Eine alte Echse wird zum Kult

 

Die neue Werbung einer Stendaler Großfleischerei wird von den Kunden scheinbar ignoriert – aber die Schlangen an den Verkaufsständen sind deutlich länger geworden. Da steht nämlich überall ein zwei Meter hoher Pappaufsteller von Professor Zoraff. Die Echse ist mit einer rot und weiß gestreiften Schürze bekleidet und hält in den Klauen beider Vordergliedmaßen ganze Trauben leckerer Würste. Sie sieht listig und gefräßig zugleich aus.
„Old Dragon liebt unsere Wurst!“, steht unter dem Firmenlogo.

Wie ein Reptil mit einem Werbevertrag zu seinem Essen kommt

 

„Amanda, du denkst Müll“, unterbricht Denheb meine Überlegungen und befreit sich mit einer schroffen Bewegung aus meiner Umarmung. „Was soll dieser abgedroschene Kitsch? Eben hast du noch solche Angst vor mir gehabt und jetzt tust du so, als wären wir ein romantisches Liebespaar! Du kennst mich doch überhaupt nicht.“
Autsch! Bei Telepathen ist jede Art Diplomatie pure Verschwendung. Wie konnte ich das vergessen?

Typische Interkulturelle Schwierigkeiten

 

Ein grandioses Gelächter erschüttert das ganze Albtraumhaus vom Dach bis in den Keller. Steine brechen aus Mauern, Dachziegel zerschellen, Glasflaschen fallen aus wackeligen Regalen, nach Chemie stinkende Pfützen breiten sich am Boden aus.
Die Gäste in meinem Traumzauberland tragen plötzlich statt der alten Kittel fleckenlose schneeweiß wallende Kriegermäntel und glitzernden Schmuck.
Um den Hals des Elbenfürsten schlingt sich kein heylanisches Amulett sondern ein braunes Lederband mit einem indianischen Donnervogelamulett aus Silber mit eingelegten Türkisen. Eine typische Arbeit der Navajo. Er trägt es als Zeichen seiner tiefen Verbundenheit mit der Erde und den Menschen.

Gäste aus der Zukunft in Amandas Traumzauberland

 

© Anneliese Wipperling

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